Hilfe bei Internetsucht und Computerspielsucht

Jeder Mensch sehnt sich nach Zuwendung, Anerkennung, echtem Verständnis, Liebe, Glück (verstanden als „glücklich sein“) und Sexualität. Im Chatroom, bei Online-Spielen (Glücksspiel, Fantasy) und online Erotik- bzw. Sexkonsum erfüllen sich scheinbar diese Wünsche.

Die Betroffenen leben und erleben in der virtuellen Welt Fantasien – ob die ideale Identität, die ideale Beziehung oder den idealen Kontakt. Sie erfahren das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit und der Zuwendung, das eigene Selbstwertgefühl steigt.

Das Lebensgefühl „online“ ist deutlich besser als das „offline“. In der Realität erleben Internetabhängige keine echte, sinnliche Beziehung – die Folge der Internetsucht ist innere Einsamkeit, die den erneuten Einstieg in die virtuelle Welt vorzeichnet.

Ursachen der Internetsucht

Die virtuellen Möglichkeiten des Internets stellen eine Lebenswelterweiterung dar, die in immer mehr (private und berufliche) Bereiche vordringt. Dabei werden nicht nur Informations- und Wissensaustausch gefördert, sondern auch Grundbedürfnisse der Menschen nach Kommunikation, Sozialisation, Erfolg, Selbstdarstellung und Spiel befriedigt.

Werden durch die verschiedenen Anwendungsbereiche positive Erfahrungen gemacht, die eventuell realweltlich nur schwer oder nicht zu erreichen sind, so kann dies zu einer vermehrten Nutzung des Mediums Computer/Internet und infolgedessen zu einer Internetsucht führen.

Die vermeintlich anonyme Kommunikation des leicht zugänglichen Erotik- und Sexkonsums, das einfache networken oder auch der Wunsch, den (Rollen-)Spieltrieb auszuleben, stellen nur einen Ausschnitt der virtuellen Möglichkeiten dar, die eine große Faszination auf die UserInnen ausübt und einen wiederholten Einstieg bzw. die Internetsucht begünstigt.

Professionelle Unterstützung in Wien und Baden bei Dr. Hubert Poppe

Bei einer problematischen Entwicklung der Internetsucht rückt die virtuelle Lebenswelt, die am Anfang eine von vielen (Familie, Arbeit/Ausbildung, Hobbys, Freunde, etc.) war, immer mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit und verdrängt zunehmend alle anderen Lebensbereiche. Positive Erlebnisse werden immer mehr hauptsächlich online erlebt. Der Ausstieg aus der virtuellen hinein in die reale Welt wird immer unattraktiver, bis nur mehr das Internet als Handlungsmöglichkeit für die Betroffenen übrig bleibt.

Ein problematischer Internetgebrauch und somit eine Internetsucht kann auf der einen Seite aus einer Lebenskrise (Arbeitsplatzverlust, Scheidung usw.) heraus entstehen oder auch ein Kompensationsverhalten für eine psychische Problematik (Depression, Angst-Panikstörung, soziale Unsicherheiten usw.) sein. Auf der anderen Seite kann das problematische Verhalten bei einer Internetsucht wiederum zu psychosozialen Schwierigkeiten im sozialen, beruflichen/schulischen Umfeld usw. führen. Diese negativen Konsequenzen stellen für die Betroffenen einen Leidensdruck dar, den sie oftmals ohne professionelle Unterstützung nicht beheben können.

Dr. Hubert Poppe berät Sie bei Fragen zur Internetsucht und Computerspielsucht in Wien und in Baden – vereinbaren Sie einen Termin.